
Frühlingsgedichte

Vorahnung
Fernes Motorengeräusch in unberührter Natur,
eine Feldmaus streift durch den Garten,
sie geht auf Erkundungstour,
erzählt uns worauf wir warten.
Auf das Grünen der Zaubernuss,
blutstillend und heilungsfördernd,
das Wachsen von Beifuß,
erwärmend und durchblutungsfördernd.
Auf das Blühen des Lavendels,
beruhigend und schlaffördernd,
das Wachsen des Quendels,
befreiend und hustenlindernd.
Die Feldmaus kann es bereits riechen,
der Frühling ist am Herankriechen,
er wird uns erlösen von der Winterstarre,
kommt mit Frieden und Kamelien in einer Sackkarre.
geschrieben von: Sara Leni Radzio

Brigid
Es scheint Licht in den Tag,
eine Taube begrüßt's mit jedem Flügelschlag,
flammend setzen weiße Füße ins Gras,
eine Rothaarige nimmt für den Frühling Maß.
Sie geht sie ab, die Rasenfläche,
sät Blumensamen, pflanzt Immergrün an die Bäche.
Schritt für Schritt,
Ihr Name war und ist Brigid*.
Stärkt das Leben, nimmt die Winterschwäche,
niemand legt sich mit ihr an,
aus trockener Erde, wird fruchtbarer Schlamm,
sie überzeugt jedermann.
Schön klingt das Lied der Poesie aus der Ferne,
Brigids Glaube bringt Wärme,
das silberne Schwert reflektiert das Winterlicht,
wirft es zurück-
als heilendes Frühlingslicht.
geschrieben von: Sara Leni Radzio
* Brigid: Keltische Göttin, christliche Heilige aus Irland, auch dreifache Göttin der Poesie, Heilkunst und Schmiedekunst, Göttin des Frühlings- und Feuers bzw. Lichts.