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Liebesgedichte

Höre auf dein Herz

Höre auf dein Herz,
wenn es ziellos ist.
Höre auf dein Herz,
wenn du etwas vermisst.

Höre auf dein Herz,
wenn du dich verirrst.
Höre auf dein Herz,
wenn du jemandem Liebe schwörst.

Es ist so delikat,
klopft so stark und so schnell, wie es mag.
Es ist so delikat,
auch wenn du es durch die Blume sagst.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Die Kraft der Liebe

Mit erwärmtem Herz,
eingehüllt in schützenden Nerz,
lief ich über schmelzendes Eis,
immer wieder im Kreis.

Es leuchtete hell der Rubin,
wenn auch Raben vorm Fenster schrie’n.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Rosarot

Ist er denn rosarot,
der sanfte Sonnenaufgang?
Mit all den Vorhängen davor?

Ist sie denn rosarot,
unsere eigene Traumwelt?
Hier in dem Kissenzelt?

Sind sie denn rosarot,
deine weichen Lippen?
Auf unseren Wolkenwippen?

Sehe ich es rosarot?
Du mein stolzer König,
ich deine Königin?

Ist es denn rosarot?
Du in der Navigation,
und ich in meiner Traumwelt?

Ich würde sagen: nicht rosarot –
und du? Siehst du es rosarot?

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Zwei Herzen

Wir sind Herzen, die einander lieben,
die tapfer alle Schatten bekriegen,
die strahlend im hellen Lichte siegen,
und dadurch den göttlichen Segen verdienen.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Mein Valentin

Der Wind bewegt ein leeres Blatt Papier.
Draußen ertönt Chopin auf dem Klavier.
Der Geist Valentines dringt durch die Nacht,
es wird im Stillen eine Kerze angemacht.

Plötzlich öffnet der Wind die Fensterläden,
sie sind ganz locker, haben Wasserschäden.
Vom Wind hineingetragen, fliegt das leere Blatt Papier –
es rieselt sanft direkt vor meine Zimmertür.

Ich heb’ es auf mit kribbelndem Gefühl,
als ob ich die verborg’ne Magie erfühl’.
Ich halte es ganz nah vors Kerzenlicht,
enthülle dem Papier sein wahres Gesicht.

Geschrieben mit saurem Zitronensaft,
geben mir die Worte süße Liebe und Kraft:
„Nicht mehr lang und ich bin endlich bei dir.
Der Wind trägt diese drängenden Worte zu dir. Zusammen feiern wir täglich den Valentinstag, mit einer Liebe, so stark und so zart.“

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Weiße Rosen und Perlen

Du schenktest mir weiße Rosen der Liebe,
ich sehe bereits die neuen Triebe.
Es ist für uns ein Neuanfang,
wir gehen zusammen auf Perlenfang.

Ein besonderer Moment folgt dem nächsten,
unsere Zuneigung ist von der Allerzärtlichsten.
Wir sind mit dieser Liebe unendlich reich,
es glitzern und schimmern Perlen in unserem Teich.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Der goldene Zeitengel

An der bewölkten Semperoper
krächzt ein Rabe auf den Terrassen.
Plötzlich denk’ ich an einen Song von Cyndi Lauper –
ich will im Leben nichts verpassen.

Von Zeit zu Zeit
holt sie mich ein, die graue Wolke.
Von Zeit zu Zeit,
in der ich nicht wusste, wohin ich ohne dich sollte.

Doch nun bist du zurück,
und wir schauen hoch auf einen goldenen Engel.
Doch nun bist du zurück,
und zusammen kämpfen wir uns durchs Kirchturmgeschlängel.

Lass sie uns vollkommen genießen, die Zeit,
die uns nun von der dunklen Vergangenheit befreit.
Lass sie uns vollkommen genießen, die Zeit,
die uns die warme Sonne hinter den Wolken zeigt.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Das Leuchten der inneren Sonne

Wenn ich über die Dächer der Terrasse blick',
wenn ich die letzte Rose des Jahres erblick',
wenn der Sittich mich im Herbstwinde grüßt,
wenn mich meine innere Sonne sanft küsst –

dann bin ich zufrieden mit dieser Welt,
einfach, weil sie mir so sehr gefällt,
und weil sie vor allem auch dir gefällt –
denn zum Lieben sind wir auf der Welt.

Wir entstehen aus schäumender, weißer Gischt,
weil jede Welle einmal bricht.
Wir entstehen aus der süßen Traube,
weil jeder Rebstock wächst, daran glaube!

Und wird aus den Trauben der Wein dann gewonnen,
welcher uns beglückt und verführt,
dann haben wir uns längst zu lieben begonnen:

Du bist es, der sanft mein Herz berührt.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

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