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Wintergedichte

Zauber der Gegenwart

Im Mondlicht glitzert der weiße Schnee,
erzählt vom präsenten Zauber.
Die Gegenwart braucht keine Fee,
sie ist von ewiger Dauer.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Wellness für die Seele

Ein heißes Bad im orientalischen Licht,
ein Hanuta-Riegel für mich,
was die Seele braucht, das nimmt sie sich,
ein Lächeln zaubert der Spiegel ins Gesicht.

Wenn man sich wohlfühlt,
bekommt man ein Freudengefühl.
Dazu ein feiner Sprüher Parfüm
und ein elegantes Abendkostüm.

Raus in die dunkle Nacht,
ob ganz real oder im Schlaf –
sie wiegt dich sacht,
in Mandelmilch und Dove.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Zwei weiße Schwäne

Zwei weiße Schwäne am weiten Meer,
vor ihnen die schneeweiße Winterweite.
Du spürst ihre tiefe Einkehr,
allein und doch fest Seite an Seite.

Und so spazieren sie den Strand entlang,
genießen die Liebe ihr Leben lang.
Natürlich ist es auch manchmal schwer:
Zu weit auseinander, vermissen sie sich sehr.

Doch dann holen sie sich wieder ein,
mit dem einen Gedanken: zusammen sein!
Für immer vereint und Seite an Seite,
ob nah oder in kilometerlanger Weite.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Eismeer

Ein Eismeer kommt auf uns zu,
meine Seele kennt keine Ruh’.
Ich zähle auf dich,
du wirst es zu mir schaffen,
Herzen und Worte werden niemals verblassen.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Kalendertüren

Dieses Jahr
wurden fast alle Kalendertüren aufgemacht.
Dieses Jahr
wurden schon viele gute Feuer entfacht.

Und in jedem Türchen,
in jedem guten Feuer,
brennen hunderte von Lichtchen,
sie sind uns lieb und teuer.

Momente, die uns festhalten,
die wirken wie ein Zauber.
Momente, die uns ruhig schlafen lassen,
und alle Schlafräuber verblassen lassen.

Ihnen steht und stand auch viel Dunkelheit entgegen:
Tränen, Angst, Wut und noch vieles mehr.
Es führt uns weit weg von der inneren Balance –
also greife für den Ausgleich nach jeder Chance!

Sei dir eins im Leben bewusst:
Du bist robust.
Eine helfende Hand zieht dich immer an Land,
welche dunkle Tiefe dich auch bannt.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Lichterregen

Ich sitze im Lichterregen,
denke ganz fest an dich,
die Weihnachtssterne schweben,
und ich besinne mich.

Weihnachten zusammen,
das wäre mein größter Wunsch.
Bei dir steht mein Herz in Flammen,
und glüht so heiß wie Punsch.

Du bist der Prinz meines Märchens,
der Ritter in meiner Fabel,
wir sind ein so tolles Pärchen,
wir finden immer die richtige Weggabel.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Zyperns Aristocats

Eine weiße Katze tapst übers rote Dach,
unter dem grau-roten Abendhimmel,
den auch du so gerne magst.
Ich denke an das getigerte Gebimmel,
wenn sich die Katze nach draußen wagt.

Das Glöckchen klingt bis zur benachbarten Insel,
ist Musik für die Aristocats.
Hier grüßt am Wege selbst der Esel,
man genießt Limassol's Straßenbeats.

Ob knatterndes Motorengeräusch,
jemand, der im Regen keucht,
lautes, wildes Clubgeräusch –
Wörter, mit denen man die Katzen scheucht.

Niemals wird man sie vertreiben,
sie bleiben,
gekuschelt auf den Supermarktstufen,
werden sie weiter zu den Insel-Lauten grooven.

Sie sitzen auf Mülleimern und Busbänken,
bis Menschen ihnen ein paar Happen schenken.
Zypern ist bunt, ganz ohne Frage,
ein echtes Kunstwerk, auch ohne Farbeimer.

geschrieben von: Sarah Leni Radzio

Festbilanz

Es wird vor- und nachgeglüht,
der Weihnachtsstern ist voll erblüht,
die bunten Lichter tanzen,
aus dem Fest zieht man Bilanzen.

Die Bäuche sind gefüllt,
das letzte Geschenkpapier zerknüllt,
und im hellen Sternenlicht
erstrahlt ein Freudenlicht.

Und so sagen wir: „Gute Nacht!“,
nach dem zweiten Weihnachtstag.
Ein kleines Feuer wird entfacht,
die Räucherkerze verabschiedet den Tag.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Weihnachts-Chime

Das Leben ist wie ein Weihnachts-Chime,
es dreht sich im wärmenden Kerzenschein.
Es tanzt zum edlen Tropfen Wein
und lässt den Glanz ins Haus hinein.

Benetzt sind die Lippen vom Beerenwein,
die Sphäre lädt Engel und Santa Claus ein.
Mit Herzen und Christbaumkugeln im weihnachtlichen Kerzenkreis,
erlischt die Flamme am Ende ganz leis'.

Doch was hier im Dunkeln sein Ende fand,
wird im kommenden Licht neu entflammt.
Von Liebe wird uns der Schein gespendet,
dafür wurden wir auf die Welt entsendet.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

Über den Horizont

Ein Pinguin läuft durch die Stadt,
er ist ganz auf Zack.
Er sucht nach Zubehör
und ist mit seinem Charme ein Hypnotiseur.

Bestimmt, gezielt,
mit einem Weidenkorb im Schnabel,
sucht er nach Sardinen für den Pinguin-Adel.

In diesem vermutet er seine Prinzessin,
will sie beeindrucken mit etwas zu essen.
Denn schließlich heißt es: Wer suchet, der findet!
Fisch als Geschenk, das bindet!

Beim Laden „Nordsee“ hat er großes Glück,
die Fischverkäuferin ist nach ihm verrückt.
Geschwind ist er gefüllt, der Korb,
die Hoffnung quillt, treu läuft er fort.

Und kommt nie mehr wieder.
Er ist auch schon über den Horizont hinüber,
Yin fand zu Yang,
die Liebe war's, die aus der Ferne klang.

geschrieben von: Sara Leni Radzio

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